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Unsere Arbeit

Hundeerziehung ist nichts anderes als die Anpassung hundlichen Verhaltens an die Umwelt. Für unsere Haushunde werden die Umweltbedingungen von den Menschen diktiert. In der Hundehaltung prallen die Bedürfnisse des Hundes und unsere Kultur aufeinander! Wir verstehen unsere Arbeit als das Anbieten von Lösungen für diesen Konflikt. 

Natürlichkeit?

Wir wollen uns nicht mit den gängigen, aber wenig aussagekräftigen Schlagworten beschreiben. Ein Hundeleben in unserer Gesellschaft kann z.B nicht ausschließlich "natürlich" sein, weil unsere Umwelt alles andere als natürlich ist! Noch nicht einmal die Entstehung eines einzelnen Hundes ist ausschließlich natürlich, weil die züchterische Arbeit die natürliche Selektion immer wieder aushebelt: die Kultur des Menschen beschert den Haushunden die künstliche Selektion mit weitreichenden Folgen. Es ist nicht zu erwarten, daß durch künstliche Selektion entstandene Tiere ausschließlich natürliches Verhalten zeigen.

Das noch junge Forschungsgebiet der Verhaltensmedizin deckt immer mehr Fälle auf, in denen Haushunde wegen diverser Stoffwechselstörungen nicht in der Lage sind, sich "natürlich" zu verhalten. Um auch diesen Hunden helfen zu können, arbeiten wir eng mit Tiermedizinern zusammen.

Unsere Hundeschule ist genauso "etwas anders" wie jede andere auch. Menschen sind verschieden, und selbst ein identisches theoretisches Konzept wird individuell verschieden in die Praxis umgesetzt! "Neueste kynologische Erkenntnisse" werden den Hundefreunden bei uns ganz gewiß vermittelt, wobei die Wissenschaftlerin im Team darauf achtet, daß diese Erkenntnisse tatsächlich aus ERSTER HAND (weit verstreut in internationalen Fachzeitschriften, Kontakte zu Fachwissenschaftlern) und nicht erst aus der allgegenwärtigen Ratgeber-Literatur und den Hundezeitschriften übernommen werden.

Warum Wissenschaft?

Von allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, haben wir uns für den naturwissenschaftlichen Ansatz als Grundlage unseres Trainings entschieden. Wissenschaft ist das einzige Wissen erweiternde System in unserer Gesellschaft, welches sich selbst kontrolliert. Veröffentlicht werden Arbeiten nur, nachdem sie begutachtet worden sind. Fehler oder gar Betrügereien werden durch den starken Konkurrenzdruck innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft schnell aufgedeckt und publik gemacht. Wo ist im Gegensatz dazu die Kontrolle für Trainingsphilosophien und Trainingssysteme? Es gibt keine! Hundehalter bezahlen Geld für Ideen, Vorstellungen und machmal auch Hirngespinste, die unkontrolliert an Hund und Mensch praktiziert werden dürfen.

Unsere Basis sind ständig aktualisiertes Fachwissen und eine gute, immer wieder gezielt trainierte Beobachtungsfähigkeit. Wir lieben Hunde, aber wir mögen auch die Arbeit mit Menschen. Unserer Meinung nach sind Hundetrainer in der Erwachsenenbildung tätig und sollten über den Bedürfnissen der Hunde die der Menschen nicht vergessen.

Wir bilden die Hundehalter in Praxis und Theorie zu grundsätzlichen Themenkreisen fort:

Kommunikation

Wir lernen eine Fremdsprache: CANINE

Zum Erlernen einer Fremdsprache gehört das Verstehen. Die Körpersprache eines Hundes soll unvoreingenommen beobachtet, beschrieben und interpretiert werden können.

Im Falle von CANINE ist das "Sprechen" eher ein Zeigen. Menschen zeigen genauso wie Hunde eine Fülle körpersprachlicher Zeichen, die meistens unbewußt gegeben werden. Leider verstehen Hunde viele Körperzeichen des Menschen falsch; Übersetzungsfehler von HUMAN zu CANINE können dramatische Folgen haben. Daher verwenden wir sehr viel Zeit auf das Körpertraining der Menschen. Weshalb auch nicht? Es ist nichts anderes als das Erlernen bestimmter Körperhaltungen und Bewegungen für einen Sport! Wenn Menschen lernen können, für Sportarten ihren Körper zu kontrollieren, dann sollte es auch für eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung möglich sein.  

Im Zuge dieses Kommunikationstrainings erklären wir nicht nur, WAS die Menschen im Umgang mit ihrem Hund möglichst nicht tun sollten, sondern auch, WESHALB Menschen es dennoch immer wieder tun. Wir haben nicht nur die Wurzeln des Haushundes im Blick, sondern auch die Wurzeln des Menschen. Wissen schafft das Verständnis, das die Umsetzung von Trainingsanleitungen erleichtert.  

Konsequenzen, die sich aus der Evolution des Hundes ergeben (können)

Unser Anliegen ist es, über die Bedürfnisse des Hundes zu informieren. Zentrales Thema ist dabei die Sozialstruktur der Hund-Mensch-Gemeinschaft.

Weitverbreitete Mißverständnisse und Fehleinschätzungen über Rangordnung, Dominanz und Unterordnung werden besprochen und geklärt. Wir schulen die Hundebesitzer, ihren Hunden wohlwollende, großzügige Führungspersönlichkeiten im besten Sinne zu sein!