Zurück in den grünen Bereich
Verhaltensprobleme verstehen und mit Spiel & Suchaufgaben regulieren
12-Wochen-Onlinekurs mit 2 Live-Calls pro Woche und direktem Videofeedback

Verhaltensprobleme entstehen oft dort, wo Hunde aus ihrem handlungsfähigen Bereich herausrutschen: Sie werden zu erregt, zu unsicher, zu frustriert oder zu angespannt und damit zu wenig ansprechbar.
Wir Menschen nehmen dabei für uns problematische Verhaltensweisen wahr: Lautäußerungen, Ziehen, Hetzen, Anspringen, Bewegungsunruhe, Meideverhalten, Fixieren oder Attacken.
In diesem Kurs setzen wir an der Regulation an. Nicht mit mehr Kontrolle. Nicht mit „Da muss er jetzt durch“. Nicht mit wegnehmen, Abbrechen und Deckeln. Sondern mit der Frage: Was hilft dem Hund, wieder in den grünen Bereich zu kommen?
Worum geht es in diesem Kurs?
In diesem 12-Wochen-Onlinekurs steht deshalb Regulation im Mittelpunkt. Du lernst, den grünen (Wohlbefinden), gelben (Motivationskonflikte) und roten Bereich (Verhaltensprobleme) deines Hundes zu erkennen und durch Spiel, Suchaufgaben und Co-Regulation zu bearbeiten.
Ein Hund im grünen Bereich ist:
- zugänglich,
- handlungsfähig,
- flexibel,
- positiv ansprechbar,
- erholungsfähig.
Er kann ruhig schnüffeln, konzentriert suchen, weich spielen, freudig rennen, Kontakt aufnehmen, Pausen nutzen oder nach Aktivierung wieder zurück ins Normalverhalten finden.
Genau darum geht es: Um Regulationsfähigkeit, nicht um dauerhafte Ruhe.
Spiel und Suchaufgaben als gleichwertige Wege
Spiel reguliert über soziale Dynamik, Bewegung, gemeinsame Aktivität, Körpersprache, Beziehung und Co-Regulation. Der Mensch wird zum wichtigen Regulationspartner: Er liest den Zustand des Hundes, passt die Intensität an, erkennt Kipppunkte, hilft beim Wechsel zwischen Aktivierung und Pause und unterstützt so die Rückkehr in den grünen Bereich.
Suchaufgaben regulieren über Tiefhaltung der Nase, Orientierung, Aufgabenbindung, Finden und Abschluss. Suchaufgaben sind nicht einfach Beschäftigung und auch keine Ablenkung vom Problem. Richtig aufgebaut können sie dem Hund helfen, sich über Geruch, Aufgabe und Abschluss wieder zu organisieren.
Der Mensch ist auch dabei ein wichtiger Regulationspartner: Er gestaltet und hält den Rahmen, dosiert die Schwierigkeit der Aufgabe, erkennt Kipppunkte und hilft nach Belastung, den Stresszyklus zu schließen.
Der Mensch als Co-Regulator
Das Thema Co-Regulation ist ein zentraler Bestandteil des Kurses. Dabei beleuchten wir u.a. die Bedeutung des Begriffes.
Co-Regulation bedeutet nicht: „Ich entspanne / führe meinen Hund“. Vielmehr lernst du, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass dein Hund in seinen zugänglichen und handlungsfähigen Zustand zurückfinden kann.
Dabei arbeitest du u.a. mit:
- Abstand,
- Tempo,
- Körpersprache,
- Pausen,
- Spielintensität,
- Suchschwierigkeit,
- Start- und Endsignalen,
- Sicherheitszonen,
- passenden Übergängen,
- klaren Abbruchkriterien,
- Nachbelastungsroutinen.
So erarbeitest du für dich und deinen Hund einen individuellen Regulationsplan, der an euch und eure Bedürfnisse angepasst ist.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs eignet sich für Mensch-Hund-Teams, die Verhaltensprobleme besser verstehen und alltagstauglich verändern möchten. Zum Beispiel bei:
- Leinenreaktivität,
- Frustration,
- Hibbeligkeit,
- dauerhaft hoher Erregung, Impulsivität
- jagdlich motiviertem Verhalten,
- Unsicherheit,
- Umweltstress,
- Schwierigkeiten beim Runterkommen,
- Problemen mit Übergängen von Aktivität zu Ruhe
- Geräuschsensibilität im milden bis mittleren Bereich,
- Hunden, die nach Belastung lange brauchen, um wieder zugänglich zu werden.
Der Kurs ist besonders geeignet, wenn du bereit bist, deinen Hund genau zu beobachten, kurze Videos einzureichen und regelmäßig kleine Praxissequenzen umzusetzen.
So arbeiten wir
Der Kurs ist sehr praxisorientiert. Dr. Ute Blaschke-Berthold und Jenny Hopfe (geprüfte CumCane® Trainerin) begleiten gemeinsam diesen Kurs.
12 Wochen
Du hast Zeit, deinen Hund systematisch zu beobachten, Übungen aufzubauen, Videos auszuwerten und den Transfer in den Alltag vorzubereiten.
2 Live-Calls pro Woche
Der Kurs ist sehr praxisorientiert: Wir treffen uns zweimal pro Woche online zum Live-Call.
Call 1: Aufbau & Trainingsdesign
Wir besprechen das Wochenthema, bauen Spiel- und Suchaufgaben auf und klären, worauf du in der Praxis achten sollst.
Call 2: Videofeedback
Wir analysieren Trainingsvideos direkt im Call. Dabei geht es nicht darum, „Fehler zu finden“, sondern Zustand, Co-Regulation, Aufgabe, Kipppunkte und nächste Mikro-Schritte sichtbar zu machen.
Alle Life-Calls werden aufgezeichnet.
Moodle
Moodle dient als Ablage für:
- Wochenmaterialien,
- Arbeitsblätter,
- Checklisten,
- Videoaufträge,
- Fragen zum Material.
Was du im Kurs lernst
Du lernst,
- den grünen, gelben und roten Bereich deines Hundes rechtzeitig zu erkennen,
- Aktivierung und emotionale Tönung zu unterscheiden,
- Spiel nicht als „Hochfahren“, sondern als Regulationsfeld zu nutzen,
- Suchaufgaben mit Tiefer Nase, Aufgabenbindung und Abschluss aufzubauen,
- Co-Regulation bewusst einzusetzen,
- Kipppunkte früher zu erkennen,
- Stresszyklen nach Belastung zu schließen,
- Spiel und Suche vor oder nach schwierigen Situationen passend einzusetzen,
- individuelle Routinen für deinen Hund zu entwickeln,
- Fortschritt nicht nur an „weniger Problemverhalten“, sondern an schnellerer Erholung, mehr Zugänglichkeit und Flexibilität zu messen.
Ziel ist nicht, Verhalten einfach zu unterbrechen, sondern deinem Hund neue Wege zurück in Zugänglichkeit, Flexibilität und Handlungsfähigkeit zu eröffnen.
Kursinhalte im Überblick
Problemverhalten als Regulationsmuster verstehen
Was zeigt dein Hund — und welchen Zustand versucht er damit zu bewältigen?
Zustandsdiagnostik: Grün, Gelb, Rot lesen
Wann ist dein Hund zugänglich, wann kippt er, wann ist Training nicht mehr sinnvoll?
Spiel- und Suchbasis aufbauen
Freiwilligkeit, Sicherheit, Tiefe Nase, erste Aufgabenbindung.
Co-Regulation in Spiel und Suche
Wie du über Tempo, Abstand, Körpersprache und Schwierigkeit regulierend hilfst.
Aktivierung gestalten
Spiel, Suche, Aktivitätskurven, Pausen und Cooldown.
Kipppunkte erkennen
Was macht Spiel zu erregend? Was macht Suchen hektisch oder frustrierend?
Spiel und Suche vor Belastung
Vorbereitung, Kontextpuffer, bessere Ausgangslage.
Spiel und Suche nach Belastung
Stresszyklus schließen, Recovery beobachten, passende Nachbelastungsroutinen.
Problemkontexte differenzieren
Leinenreaktivität, Frustration, Jagdverhalten, Unsicherheit, Hibbeligkeit, Geräuschsensibilität.
Schwierige Situationen dosieren
Abstand, Dauer, Intensität, Abbruchkriterien, Sicherheitsrahmen.
Individueller Regulationsplan
Welche Spiel- und Suchwege passen zu deinem Hund?
Stabilisierung und Weiterarbeit
Fortschritt sichtbar machen und einen 4-Wochen-Plan für danach entwickeln.
Was du nach 12 Wochen mitnimmst
Am Ende des Kurses hast du kein starres Trainingsschema, sondern ein individuelles Regulations-Repertoire für deinen Hund.
Du weißt besser:
- wann dein Hund im grünen Bereich ist,
- woran du frühe Warnzeichen erkennst,
- welche Spielangebote ihn unterstützen,
- welche Suchaufgaben ihm helfen,
- wann Co-Regulation nötig ist,
- wann Abstand wichtiger ist als Training,
- wie du nach Belastung den Stresszyklus schließen kannst,
- welche Routinen ihr im Alltag weiter nutzen könnt.
Vorraussetzungen
Du brauchst:
- Bereitschaft zur regelmäßigen Praxis,
- Möglichkeit, kurze Videos aufzunehmen,
- Offenheit für genaue Beobachtung,
- Interesse an Spiel und Suchaufgaben,
- Bereitschaft, nicht am Problem zu trainieren, sondern am Zustand des Hundes zu arbeiten.
Vor Kursbeginn erhältst du einen Fragebogen. Dabei geht es um euren Alltag, das Problemverhalten, Spiel- und Sucherfahrungen, medizinische Aspekte und deine Erwartungen.
Organisatorische Angaben
| Start | 15.06.2026 |
| Ende | 07.09.2026 |
| Wöchentliche Meetings | Montag, 19:00 bis 20:30 Uhr (Aufgabenstellung, Hintergrund) Freitag, 19:00 bis 20:30 Uhr (Feedback) |
| Preis | 297,00 EUR (Teilnahme ohne Praxis-Feedback) 357,00 EUR (Teilnahme mit Praxis-Feedback) |
| Anmeldung | Sende das ausgefüllte PDF (siehe unten) an info@cumcane.de |
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
FAQ zum Sommerkurs
Jede Woche wird ein neues Moodle-Modul freigeschaltet. Zusätzlich finden wöchentlich 2 Meetings statt:
– Montags, 19:00 bis 20:30 Uhr (Aufgabenstellung, Hintergrund) und freitags, 19:00 bis 20:30 Uhr (Feedback). Zwischen den Terminen werden die Praxisaufgaben bearbeitet, Links zur Dokumentation Videos werden in Moodle gepostet.
Eine Live-Teilnahme ist empfehlenswert, damit Fragen direkt geklärt werden können. Aufzeichnungen der Webinare werden für die Dauer des Kurses zur Verfügung gestellt.
Zusätzlich zu den Live-Terminen sollte Zeit für das Moodle-Modul sowie für die Praxisaufgaben eingeplant werden.
Nein. Der Workshop ersetzt keine tierärztliche Diagnostik oder individuelle Verhaltenstherapie. Bei stark ausgeprägter Symptomatik sollte ergänzend fachlich abgeklärt werden.
Nein. Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sie nachvollziehbar und schrittweise bearbeitet werden können.
Benötigt werden ein internetfähiges Gerät für die Live-Termine sowie Zugang zu Moodle. Für die Praxis ist ein Lautsprecher oder ein geeignetes Abspielgerät sinnvoll.
